Call: Pflegebilder

– Call for Abstracts
Pflegebilder
Stille und bewegte Repräsentationen professioneller Pflege

For english version see down below.

Wie auch in der Literatur ist professionelle Pflege ein konstanter, seltener auch zentraler Bereich der Kunstgeschichte: Als Figuren sind professionell Pflegende sowohl in der bildenden Kunst und in filmischen Kunstwerken wie auch in typischen Soap operas zu finden – wie dort auch hier gezeichnet als mitfühlende Heldinnen, pflichtbewusste Schattenfiguren oder projektionsstarke Gegenspieler:innen ärztlicher Autorität. Nachdem wir uns in einer ersten Annäherung an das Thema der Pflege in der Kunst mit der Pflegepoetik befasst haben, wird es in diesem nächsten Schritt um Visualisierungen der Pflege in Fotografie, Malerei und im Film gehen.
Dazu suchen wir Beiträge, die aus wissenschaftlicher Perspektive professionell Pflegende als Individuen oder kollektive Körper in den Fokus nehmen und analysieren, wie sie in den benannten (Kunst)Formen visualisiert werden. Wir interessieren uns für alle Fragestellungen, die offen legen, welche Ideen, normativen Setzungen, Vorstellungen, gesellschaftlichen Hintergründe hinter solchen Visualisierungen liegen und wie die bildhafte Umsetzung jeweils gelingt. Welche Symbole werden verwendet, welche Bildsprache genutzt? Was sagt das über den Entstehungskontext und/oder die anvisierten Adressat:innen aus? Welche Annahmen über Geschlechterverhältnisse kommen zum Ausdruck? Welche Rollenvorstellungen oder -stereotype zeigen sich? Welche Themen werden überhaupt bearbeitet?

Und unter der Annahme von Wechselwirkungen: Welche Auswirkungen darauf, welches Bild von Pflege die Gesellschaft hat, haben diese Visualisierungen? Wird der Diskurs über professionelle Pflege beeinflusst? Und verändert der sich stetig wandelnde gesellschaftliche Diskurs die bildliche Darstellung von Pflege? Wo spiegeln sich aktuelle zeitgeschichtliche Entwicklungen wider?
Alle wissenschaftlich fundierten Beiträge in deutscher oder englischer Sprache, die sich mit einem oder mehreren dieser analytischen Aspekte befassen, sind willkommen. Wir freuen uns über Einreichungen aus der Medizinethik.
Wenn Sie einen Beitrag einreichen möchten, senden Sie bitte bis zum 30. September 2026 ein Abstract (max. 500 Wörter) an Prof. Dr. Sabine Nover (sunover@uni-koblenz.de) oder JProf. Dr. Katharina Fürholzer (fuerholzer@uni-koblenz.de).

Deadline für Abstracts: 30. September 2026
Feedback: 30. Oktober 2026
Deadline für die fertigen Beiträge: 30. April 2027


English version:
Images of Nursing
Still and Moving Representations of Professional Nursing

As in literature, professional nursing is a constant, and sometimes even central, theme in art history: Professional nurses appear as characters in the visual arts, in films, and in typical soap operas—portrayed here as well as in these genres as compassionate heroines, dutiful shadow figures, or powerful antagonists to medical authority. Having explored the poetics of nursing in our initial approach to the topic of nursing in art, this next step will focus on visualizations of nursing in photography, painting, and film.
We are seeking contributions that, from a scholarly perspective, focus on professional nurses as individuals or collective bodies and analyze how they are visualized in the aforementioned (art) forms. We are interested in all questions that reveal the ideas, normative assumptions, conceptions, and social contexts underlying such visualizations and how the pictorial realization succeeds in each case. Which symbols are used, which visual language is employed? What does this reveal about the context of creation and/or the intended audience? What assumptions about gender relations are expressed? Which role models or stereotypes are revealed? What themes are addressed?
And assuming reciprocal effects: What impact do these visualizations have on society’s perception of nursing? Is the discourse on professional nursing influenced? And does the constantly evolving social discourse change the visual representation of nursing? Where are current historical developments reflected?
Scholarly contributions that address one or more of these analytical aspects are welcome, in German or in English. We welcome submissions on medical ethics.
If you would like to submit a contribution, please send an abstract (max. 500 words) to Prof. Dr. Sabine Nover (sunover@uni-koblenz.de) or JProf. Dr. Katharina Fürholzer (fuerholzer@uni-koblenz.de) by September 30, 2026.

Deadline for abstracts: September 30, 2026
Feedback: October 30, 2026
Deadline for completed contributions: April 30, 2027