Call: Kunstbasierte Forschung: Ein Ansatz für die Ethik im Gesundheitswesen?

– Call for Abstracts

Kunstbasierte Forschung: Ein Ansatz für die Ethik im Gesundheitswesen?

Kann Kunst ein Instrument der Forschung sein – gerade bei emotional herausfordernden Themen der Ethik im Gesundheitswesen? Welchen Beitrag an Datenerhebung, Interpretation sozialer Situationen oder Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und der Darstellung und Kommunikation von Ergebnissen kann Kunst leisten? Und wie kann die in der wissenschaftlichen Forschung übliche Qualitätssicherung gewährleistet werden?

Fragen wie diesen sollen auf einem Workshop zu kunstbasierter Forschung (arts-based research) an der Medizinischen Hochschule Hannover am 11. bis 12.12.2026 verfolgt werden. Der Workshop wird von der Arbeitsgruppe “Ethik und Empirie” in der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) organisiert.

Ausgangspunkt ist die Annahme, dass kunstbasierte Forschung eine bislang wenig beachtete Form des Zugangs zu ethischen Themen darstellt. Ein wesentliches Potential für die Ethik im Gesundheitswesen ergibt sich nämlich aus dem Anspruch eines transformativen Ansatzes zur Erforschung von Erfahrungen in den Bereichen der Gesundheit und Gesundheitsversorgung – ein Ansatz, der die Empathie, das Storytelling und das Empowerment der Teilnehmenden in den Vordergrund stellt. Im Workshop wollen wir uns gemeinsam dem Potenzial und den Grenzen kunstbasierter Forschung für ethische Fragen im Gesundheitswesen widmen und darüber reflektieren, welche Transformation traditioneller Vorstellungen von Forschung damit – insbesondere mit Blick auf Partizipation am Forschungsprozess – einhergehen kann.

Hierfür suchen wir Beiträge von Forscher*innen, die zum Thema oder mit Methoden des „arts-based research“ und der Anwendung in der Ethik im Gesundheitswesen arbeiten. Die Vorträge sollen wenn möglich Aspekte der Datenerhebung, der Datenanalyse/Interpretation oder der Ergebnisdarstellung/Wissenschaftskommunikation mittels kunstbasierter Methoden thematisieren und ca. 20 Minuten dauern.

Abstracts für Beiträge sollen um die 500 Wörter umfassen (Thema des Beitrags, Bezug zu kunstbasierter Forschung und evtl. zur Ethik im Gesundheitswesen) und bis 15.06.2026 an Marcel Mertz (mertz.marcel@mh-hannover.de) gesendet werden. Die Anzahl Plätze ist beschränkt!