Konferenz: Tag der Ethik in der sozialberuflichen Praxis

06.03.2026 Online
Tag der Ethik der sozialberuflichen Praxis

Tagungsthema: „Ethische Probleme“

Zeit: Freitag, 6. März 2026, 10:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Online, https://haw-hamburg.zoom-x.de/j/69972404689?pwd=4YKDP2wsIwy19FfaA2Ya5gaWb4bUoO.1

Kosten: keine

Anmeldung
• Bis spätestens 27.02.2026 bei Marie Meinhard, marie-luisa.meinhard@fh-dortmund.de
• Teilnehmende können eine Teilnahmebestätigung erhalten. Geben Sie bitte bei der Anmeldung an, ob Sie eine solche benötigen. 
• Für diese Veranstaltung wird bei der Ärztekammer Hamburg eine Akkreditierung beantragt. Geben Sie daher bitte unbedingt bei der Anmeldung an, ob Sie diese ggf. in Anspruch nehmen wollen. 

Zielgruppe: Fachkräfte in Praxisfeldern der Sozialen Arbeit, Lehrende an Hochschulen, Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen Sozialer Arbeit sowie Fachkräfte, die in multiprofessionellen Teams in Praxisfeldern der Sozialen Arbeit tätig sind, insbesondere in Gesundheitsberufen; ferner alle am Thema Interessierten

Veranstalter: Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA); Organisation durch Prof.‘in Dr. Stefanie Rosenmüller (FH Dortmund) und Prof. Dr. Michael Leupold (HAW Hamburg). Die Anerkennung des Fachtages bei der Ärztekammer haben Prof.‘in Dr. med. habil. Britta Galling (HAW Hamburg) und Alexander Harbst M.A. Soziale Arbeit (DVSG, Hamburg) organisiert.

Die Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit der DGSA lädt herzlich zum diesjährigen Tag der Ethik der sozialberuflichen Praxis ein, der unterschiedlichen Erscheinungsformen von ethischen Problemen gewidmet ist und somiteinen Beitrag zur Sensibilisierung der Wahrnehmung leisten will.
Mit dem Tagungsthema „Ethische Probleme“ soll im Unterschied zur fachwissenschaftlichen und rechtlichen Reflexion sozialberuflichen Handelns ausdrücklich die ethische Perspektive in den Mittelpunkt gestellt werden. Von diesem Gesichtspunkt ausgehend können unterschiedliche ethische Problemlagen erkundet sowie bewusst und ergänzend zu unserer Intuition wahrgenommen werden. Dieser Prozess findet bislang meist gezielt im Rahmen diverser Modelle ethischer Fallberatung statt. 
Im akademischen Diskurs wird zunehmend ausführlicher darüber diskutiert, mit welchen Arten von ethischen Problemen Fachkräfte in der sozialberuflichen Praxis konfrontiert sein können. Neben „moralischen Dilemmata“ (vgl. Prinzipienorientierte Modelle ethischer Fallbesprechung) oder „Mandatskonflikten“ (vgl. Doppel-/Tripelmandat in Diskursen der Sozialen Arbeit) werden bspw. auch „Anwendungskonflikte von professionsmoralischen Ansprüchen“ (z.B. Autonomie achten bei Personen in psychotischen Krisen) oder Formen der „Bedrohung der moralischen Integrität“ (vgl. Diskurse im Kontext von moral distress) thematisiert. In drei Impulsbeiträgen auf der Basis von moralisch herausfordernden Fallkonstellationen aus dem Praxisfeld der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit sowie der Kinder- und Jugendhilfe mit anschließender Diskussion wollen wir daher gemeinsam erkunden, mit welchen Erscheinungsformen ethischer Problemlagen wir in der beruflichen Praxis konfrontiert werden und wie wir uns diese am besten mit welchen Begriffen verständlich machen können. Auf diese Weise erhalten wir einen (ggf. neuen) Einblick in das weite Spektrum ethischer Konflikte in verschiedenen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit im Sozial- und Gesundheitswesen. Analog zu einem fachwissenschaftlichen Fallverstehen im Sinne einer entsprechenden Diagnostik zeigen sich mit der Einnahme einer ethischen Perspektive ggf. weitere Bestandteile für eine Konzeption einer Landkarte ethischer Problemlagen. 

Referierende:
• Prof.‘in Dr. Stefanie Rosenmüller, Fachhochschule Dortmund; Benjamin Hantke, MA Soziale Nachhaltigkeit und demographischer Wandel, Fachhochschule Dortmund
• Prof.‘in Dr. Verena Begemann, Hochschule Hannover; Mareike Fuchs, Dipl. Sozialpädagogin/-arbeiterin, Palliative Care (M.Sc.), stellvertretende Leitung Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard, Hamburg
• Prof. Dr.  Peter A. Schmid, Hochschule Luzern/Schweiz

Programm:
10:00 – 10:15 Uhr: Eröffnung durch Prof.‘in Dr. Stefanie Rosenmüller und Prof. Dr. Michael Leupold

10:15 – 11:45 Uhr: Ethische Probleme in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Der Fall D – Nähe und Distanz des Urteilens; Prof.‘in Dr. Stefanie Rosenmüller und Benjamin Hantke

12:00 – 13:30 Uhr: Ethische Probleme im Kontext von Palliative Care, Prof.‘in Dr. Verena Begemann und Mareike Fuchs

13:30 – 14:30 Uhr: Mittagspause

14:30 – 16:00 Uhr: Ethische Probleme in sozialen Organisationen

Eindrücke aus 10 Jahren mit ethischer Supervision und der Leitung von Ethikforen in der Schweiz; Prof. Dr. Peter A. Schmid

16:10 – 17:00 Uhr: Resümee und Abschluss

Ausgewählte Fallvignetten aus den jeweiligen Praxisfeldern zu den jeweiligen Impulsbeiträgen finden Sie unter: https://www.dgsa.de/fachgruppen/ethik-und-soziale-arbeit/


Fallbezogene Einblicke in das weite Feld möglicher ethischer Problemlagen in Gesundheitsberufen sowie in der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit finden Sie unter: https://www.medizinethiklehre.de/toolbox/

Für die Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit der DGSA,
Prof.‘in Dr. Stefanie Rosenmüller (FH Dortmund, Sprecherin der Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit) 
Prof. Dr. Michael Leupold (HAW Hamburg)